KreisGRÜN: "Ausweitung der Geltung der Clevercard"

14.04.2010: Forderung als Antrag im Kreistag

Die Wetterauer Grünen GRÜNEN haben im Kreistag einen Antrag zur Ausweitung der Geltung der CleverCard im RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) gestellt. Die CleverCard ist eine Jahreskarte des RMV für Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler der Gymnasialen Oberstufe. Zurzeit gilt sie in der Woche für das bezahlte Tarifgebiet und in den Hessischen Schulferien darüber hinaus im gesamten RMV-Bereich. Die GRÜNEN wollen nun zusätzlich erreichen, dass mit dieser Fahrkarte auch an Samstagen und Sonntagen im gesamten RMV-Gebiet gefahren werden kann. Sie wollen damit erreichen, dass Jugendliche, die in Ausbildung sind oder noch die gymnasiale Oberstufe besuchen mit dieser Fahrkarte auch an Samstagen und Sonntagen im gesamten RMV-Gebiet fahren können.

Ihr schulpolitischer Sprecher Gerhard Salz weist in einer Presseerklärung darauf hin, dass ein solches Ziel natürlich nicht vom Kreistag im Wetteraukreis umgesetzt werden kann. Vielmehr sind hier alle mit dem Nahverkehr befassten Gremien unter dem Dach des ZOV von VGO, ZOV und OVAG zu beteiligen. Schlussendlich muss diese Entscheidung der Aufsichtsrat des RMV treffen. "Wir Grünen GRÜNEN wollen mit diesem Antrag einen Stein ins Rollen bringen, der vielleicht in einiger Zeit den Jugendlichen ein besseres Angebot beschert", so Salz. Der Antrag wurde vom Kreistag zunächst in die Ausschüsse verwiesen.

"Die Clevercard ist eine Jahreskarte des RMV für Auszubildende und Schülerinnen und Schüler der Gymnasialen Oberstufe. Sie gilt in der Woche für das bezahlte Tarifgebiet und in den Hessischen Schulferien darüber hinaus im gesamten RMV-Bereich. "Wenn man bedenkt, dass Schülerinnen und Schüler bis zur Klasse 10 keinerlei Beförderungskosten bis zur nächstgelegenen Schule zu tragen haben und Studierenden mit dem Semesterticket ein absolut preisgünstiges Fahren im öffentlichen Nahverkehr ermöglicht wird, dann ist die Cle-verCard für die Zielgruppe Auszubildende und Gymnasiasten vergleichsweise sehr teuer. Für dieses viele Geld sollten wenigstens von der Angebotsseite alle Möglichkeiten eröffnet wer-den, die den Verkehrsträgern keine Mehrkosten bereiten. Das Verkehrsangebot blieb das Gleiche, lediglich die Anzahl der Fahrgäste könnte zu nehmen.

Da vielerorts über eine mangelnde Auslastung der Wochenendverkehre im Busbereich und auf den Bahnnebenstrecken geklagt wird, könnte hiermit eine zusätzliche Nachfrage ge-schaffen werden.

Viele Schülerinnen, Schüler und Auszubildende steigen sofort nach erfolgreicher Führer-scheinprüfung auf das Auto um. Darüber freut sich sicherlich die Automobilindustrie und der Treibstoffhandel, nicht jedoch die Umwelt. Mit einer kleinen Steigerung der Attraktivität des ÖPNV könnten sich hier sicherlich auch einige neue Kunden binden lassen. Dies würde unter dem Strich sogar für den RMV zu Mehreinnahmen führen und den von der Politik hoch ge-steckten CO2-Zielen ein winzig kleines Stück näher kommen", begründen die Grünen GRÜNEN ihren Antrag.